Auswahltagung 2026 der Neumayer-Stiftung am Internat Solling

Eine Gruppe von Studenten sitzt auf einer breiten Holztreppe in einem Hörsaal und blickt aufmerksam auf ein fünfköpfiges Gremium, das im Vordergrund sitzt. Die Atmosphäre ist engagiert, einige Studenten machen sich Notizen, andere hören aufmerksam zu. Mäntel und Taschen liegen in der Nähe verstreut.

Vier lächelnde Kinder befinden sich in einem Haus; drei von ihnen heben ein viertes Kind waagerecht über ihren Kopf. Das hochgehobene Kind trägt blaue Shorts, ein marineblaues Hemd und Socken, während die anderen Kinder schwarze, gelbe und Tarnhemden tragen. Im Hintergrund sind Turnmatten und große Fenster zu sehen.

Eine Gruppe junger Menschen steht in einem Innenraum in hellem Sonnenlicht. Ein Mädchen, das eine schwarze Schlafmaske trägt, wird von einem anderen Mädchen in einem weißen Hemd geführt. Andere schauen aufmerksam zu, manche richten ihr Haar oder ihre Brille, vor einem netzartigen Hintergrund.

Vier junge Leute beugen sich über ein großes weißes Blatt Papier auf einem Tisch und malen gemeinsam. Auf dem mit braunem Papier bedeckten Tisch liegen Malutensilien, darunter Farbflaschen, Pinsel und bunte Paletten, verstreut. Die Gruppe scheint sich auf ihr Kunstwerk zu konzentrieren und damit beschäftigt zu sein.

Ende März durfte das Internat Solling die diesjährige Auswahltagung der Neumayer-Stiftung ausrichten: vier Internate (St. Afra, Schulpforta, Birklehof und Solling), 25 Jugendliche, viele Begegnungen – und drei Tage, die in Erinnerung bleiben.

Eingeladen waren Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland, die zeigen konnten, was in ihnen steckt. In Gesprächen mit den Schulleitungen, aber auch in unterschiedlichen Gruppenformaten wurde schnell deutlich, wie vielfältig, reflektiert und engagiert diese jungen Menschen sind.

Was bewegt die jungen Leute?

Besonders eindrücklich war das Improvisationstheater, in dem sich die Gruppen mit der Frage auseinandersetzten: „Was ist für Eure Generation – in naher oder ferner Zukunft – die größte Herausforderung?“ Viele entschieden sich dabei für das Thema Künstliche Intelligenz und gaben einen spannenden Einblick in die Gedankenwelt einer Generation, die ihre Zukunft aktiv mitgestalten will.

Auch die kreative Aufgabe, ein Gemälde zu gestalten zum Thema „Ein Schiff, mit dem Ihr Eure Träume bereist … Eine andere Welt“ zeigte eindrucksvoll, wie viel Fantasie, Teamgeist und Ideenreichtum in den Teilnehmenden steckte.

Gemeinsames Erleben und eine schwierige Entscheidung am Ende

Neben den Auswahlformaten blieb Zeit für Sport und gemeinsame Mahlzeiten, lachen und ins Gespräch kommen – Momente, in denen Gemeinschaft entsteht und erste Verbindungen geknüpft werden.

Zum Abschluss stand die Jurysitzung an. Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Internate und der Stiftung hatten die anspruchsvolle Aufgabe, zu entscheiden, wer im kommenden Schuljahr ein Stipendium erhält. Dabei ging es – wie immer – um viele Facetten: Persönlichkeit, Engagement, Motivation und die Frage, wer besonders gut zu einem der Internate passt.

Und doch gilt auch in diesem Jahr: Gewonnen hatten eigentlich alle schon bei der Anreise. Denn allein die Teilnahme an diesen intensiven Tagen, die Begegnungen, die Gespräche und die Erfahrungen – das bleibt. Und auch für uns erwachsene Begleiter und Begleiterinnen sind diese Tage jedes Jahr ein Highlight. Wir freuen uns schon jetzt auf die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten und auf alles, was daraus entstehen wird.