Das Treffen der älteren Altschüler: Ein Wiedersehen voller Erinnerungen und Verbundenheit

Sechs ältere Erwachsene, vier Männer und zwei Frauen, stehen plaudernd und lächelnd in einem formellen Garten mit gepflegten Hecken und Kieswegen. Sie tragen legere, aber gepflegte Kleidung und haben Jacken in der Hand. Bäume und Grünpflanzen füllen den Hintergrund unter einem bewölkten Himmel.

In einem hellen Raum mit großen Fenstern und holzgetäfelten Wänden sitzen eine Gruppe älterer Erwachsener und ein paar jüngere Menschen an Holztischen. Flaschen, Gläser und Blumen stehen auf den Tischen. Die meisten Menschen blicken nach vorne und wirken aufmerksam und engagiert.

Eine Gruppe älterer Menschen mit Namensschildern und Freizeitkleidung steht dicht beieinander auf einer Freitreppe und vor einem Backsteingebäude mit Efeu. Im Hintergrund sind Bäume und geparkte Autos zu sehen. Die Stimmung wirkt freundlich und gesellig.

Als sich am Dienstag, dem 9. Juni, die ältesten Alumni unseres Internats zum traditionellen Ältestentreffen versammelten, lag bereits bei der Begrüßung im Unterhaushof eine besondere Stimmung in der Luft.

Nach dem großen Erfolg des letzten Treffens vor zwei Jahren und dem Versprechen nicht allzu lange mit einer Neuauflage zu warten, waren wieder alle ehemaligen Schülerinnen und Schüler ab 75 Jahren eingeladen – und viele waren der Einladung gefolgt. Einige nahmen weite Wege auf sich, wurden von ihren Kindern oder Ehepartnern begleitet, um für einen Tag an den Ort zurückzukehren, der sie vor Jahrzehnten geprägt hat.

Noch unter grauem Himmel und vereinzelten Regentropfen kamen die Gäste um die Mittagszeit im Unterhaushof zusammen. Nach der herzlichen Begrüßung ging es zum gemeinsamen Mittagessen in die Schmilinsky-Halle. Dort wurde nicht nur gut gegessen, sondern vor allem fröhlich erzählt – von Schulzeiten, Freundschaften und Wegen, die sich nach dem Internat eröffnet hatten und an die eine oder andere ungenießbare Speise vergangener Zeiten erinnert.

Als die Gruppe anschließend wieder pünktlich zur Versammlung nach draußen trat, zeigte sich das Wetter von seiner besten Seite. Die Sonne begleitete die Gäste beim Rundgang über das Gelände, den Geschäftsführer Torsten Fust mit vielen Informationen über die aktuelle Entwicklung des Internats bereicherte. Manche nutzten die Gelegenheit, Erinnerungsorte aufzusuchen, andere blieben zwischendurch auf einer Bank sitzen und genossen einfach den Blick über das Gelände. Die ältesten Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren schließlich bereits über 90 Jahre alt.

Besonders bewegend waren die Geschichten derjenigen, die nach vielen Jahrzehnten zum ersten Mal wieder an ihren früheren Schulort zurückkehrten. Einige hatten das Internat seit mehr als 50 Jahren nicht mehr besucht. Umso größer war die Freude darüber, wie lebendig und gepflegt sich das Gelände heute präsentiert und wie positiv sich das Internat weiterentwickelt hat. Viele zeigten sich beeindruckt von den Veränderungen und zugleich erfreut darüber, dass der besondere Geist des Hauses spürbar geblieben ist.

Am Nachmittag trafen sich alle wieder in der Schmilinsky-Halle zum Kaffeetrinken. Dort warteten bereits einige Schülerinnen und Schüler sowie Martin Wortmann, ehemaliger Geschäftsführer und heutiger Archivar des Internats. Mit einem kurzen Gedankenimpuls nahm Martin Wortmann die Gäste zunächst mit auf eine Reise in die 1950er- und 1960er-Jahre. Er erinnerte daran, wie sehr sich das Internat in manchen Bereichen verändert hat: Damals lebten deutlich mehr Schülerinnen und Schüler auf einem viel größeren Campus, Musik und Theater nahmen einen wichtigen Raum ein, und vieles war anders organisiert als heute. In den anschließenden Gesprächen wurde jedoch schnell deutlich, dass manche Dinge doch geblieben sind. Zusammenhalt und die Erfahrung, Teil einer besonderen Gemeinschaft zu sein, verbinden die Generationen bis heute. Und so bildeten Martin Wortmanns Gedanken den Auftakt für einen lebendigen Austausch zwischen den ältesten Alumni und den heutigen Schülerinnen und Schülern, den beide Seiten sichtlich genossen. Diese Begegnung zwischen den Generationen gehörte zu den schönsten Momenten des Tages. Zwischen den ältesten Gästen und den Jugendlichen lagen oft über sieben Jahrzehnte – und doch entwickelte sich schnell ein angeregtes Gespräch. Es wurde gefragt, gestaunt und gemeinsam gelacht. Erinnerungen wurden geteilt, Erfahrungen weitergegeben und manche Gemeinsamkeit entdeckt, die die Zeit erstaunlich mühelos überbrückte.

Genau das machte diesen Nachmittag so besonders. Viele der Anwesenden haben das Internat vor so vielen Jahren verlassen, dennoch fühlen sie sich ihm bis heute eng verbunden. Aus ehemaligen Schülerinnen und Schülern sind Menschen geworden, die sich auch nach einem langen Berufs- und Familienleben noch als Teil dieser Gemeinschaft verstehen.

Diese Verbundenheit zeigt sich nicht nur in den Erinnerungen, die bei solchen Treffen lebendig werden. Sie trägt das Internat bis heute und ermöglicht es, Traditionen zu bewahren und zugleich neue Wege zu gehen. Dass aktuelle Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, Mitarbeitende und Ehemalige miteinander im Gespräch bleiben, macht einen wesentlichen Teil dessen aus, was unsere Schulgemeinschaft auszeichnet.

Als sich die Gäste am späten Nachmittag verabschiedeten, blickte man in viele zufriedene Gesichter. Zurück blieb vor allem ein Eindruck: Die Jahrzehnte mögen vergangen sein, die Verbundenheit mit dem Internat ist geblieben. Und vielleicht ist genau das das Besondere an einem Ältestentreffen – dass es zeigt, wie aus einigen gemeinsamen Schuljahren eine lebenslange Gemeinschaft werden kann.