Altschülertreffen 2026

Vier junge Frauen stehen in einer Reihe auf einer Bühne. Die erste Frau von links spricht in ein Mikrofon, während die anderen zuhören. Sie tragen Freizeitkleidung, darunter Kapuzenpullis und Jeans, vor dem Hintergrund weißer Wände und blauer Vorhänge.

Eine Band tritt nachts auf einer kleinen, beleuchteten Bühne auf, gesehen von hinter einer Menschenmenge. Die Musiker stehen vor einem blauen Banner, während das Publikum im dunklen Vordergrund der Bühne zugewandt steht.

Unter großen gelb-weißen Marktzelten in der Nähe eines Laubbaums versammelt sich draußen eine Menschenmenge. Männer und Frauen in legerer Herbstkleidung stehen auf einem Kiesweg, während auf der linken Seite des Bildes ein Lieferwagen mit Firmenlogo geparkt ist.

Eine große Gruppe von Menschen in Freizeitkleidung steht auf einem Schotterhof neben einem braunen, mit Schindeln gedeckten Gebäude und einem weißen Zelt. Im Hintergrund sind Bäume und grüne Rasenflächen zu sehen – an einem bewölkten Tag.

Eine Menschenmenge sitzt auf Klappstühlen und steht am Rand einer Wiese. Die Menschen tragen legeren Herbstkleidung, viele halten kleine blaue Fähnchen mit einem weißen, runden Logo in der Hand, während sie eine Veranstaltung in der Ferne beobachten.

Groß war die Hoffnung auf ein goldenes Oktoberwochenende, an dem das Internat zum Altschülertreffen in seinen schönsten Herbstfarben strahlen würde. Doch daraus wurde leider nichts. Nach dem verregneten Freitag konnte der Samstag eigentlich nur besser werden.

Bereits am Freitag durften wir den Jubiläumsjahrgang 1976 auf unserem Gelände begrüßen. Trotz Kälte und Regen zog mit den ersten Wiedersehen schnell Wärme in den Speisesaal ein. Bei Kaffee und Kuchen wurden Geschichten aus vergangenen Zeiten ausgetauscht, über aktuelle Themen diskutiert und gemeinsame Erinnerungen lebendig. Auch vom anschließenden Rundgang über das LSH-Gelände ließ sich die Gruppe nicht vom ungemütlichen Wetter abhalten. Nach dem Kammerkonzert von Hans-Martin Ginzel und dem gemeinsamen Abendessen in der Schmilinskyhalle war der Abend für viele noch lange nicht vorbei. Es gab einfach zu viel zu erzählen und die Freude über das Wiedersehen war zu groß, um schon auseinanderzugehen. So zog es die Gruppe weiter in die Holzmindener Kneipen, wo die Gespräche noch lange weitergingen.

Am Samstag ging es dann so richtig los: Im Unterhaushof wurde sich herzlich umarmt, am Kaffee-und-Kuchen-Wagen im Musenhof traf man auf lachende Gesichter und in der Teestube kamen die Jubiläums-Jahrgänge zusammen. Dort bot auch die Fotobox des LSH-Bundes wieder eine schöne Gelegenheit, gemeinsame Erinnerungen festzuhalten. Dazu kamen Ausstellungen der Kunstfachschaft und der Theater-AG, denn in diesem Jahr stand das Treffen ganz unter dem Motto „Kunst und Kultur“. Ein besonderes Highlight war die Eröffnung der neuen Druckwerkstatt, deren Umbau und Einrichtung großzügig vom Altschülerbund unterstützt wurden. Vor Ort konnten die Gäste Abdrücke von Baumscheiben aus dem LSH-Gelände anfertigen. Auch die Linolschnitte mit LSH-Motiven, die die Schüler des Neigungsfachs Druckwerkstatt gestaltet hatten, erfreuten sich großer Beliebtheit.

Doch auch eine liebgewonnene Tradition durfte nicht fehlen: das Rugby-Spiel zwischen Schülern und Altschülern, das wie immer zahlreiche Zuschauer auf den Sportplatz lockte.

Ein wichtiger Programmpunkt war die Versammlung in der Hohen Halle. Unsere Schulleiterin Frau Dr. Oswald begrüßte die Gäste, bevor ein besonderer Gast das Wort ergriff: Regisseurin Mariska Lief gab Einblicke in ihre Doku-Serie und erklärte, warum sie das LSH als Drehort ausgewählt hat. Noch bis zum kommenden Sommer wird das Fernsehteam einige unserer Schüler begleiten. Der Film wird voraussichtlich ab 2028 in der ZDF-Mediathek zu sehen sein.

Im Anschluss wurde der Wefels-Kunstpreis verliehen. Vier Schülerinnen berichteten außerdem von ihren Eindrücken beim Oslo Freedom Forum und gaben Einblicke, die sicher viele zum Nachdenken angeregt haben. Damit dieses Projekt, ins Leben gerufen von unserem Altschüler Peter E. Müller, weitergeführt werden kann, freuen sie sich neben der Unterstützung des LSH-Bunds über weitere Unterstützer.

Besonders persönlich wurde es, als unser Altschüler Gisilot von Rohr voller Begeisterung von seiner Zeit in der Werken-AG bei Herrn Neubert erzählte. Aus dieser Erfahrung entwickelte sich eine lebenslange Leidenschaft für Holz, die er über viele Jahre hinweg durch das Sammeln verschiedenster Hölzer pflegte. Nun schenkte er seine Sammlung dem LSH. Für die besonderen Stücke wurden eigens zwei wunderschöne Vitrinen angefertigt, in denen sie künftig in der Tischlerei ihren Platz finden werden.

Auch Willkommen und Abschied gehörten zu diesem Tag. Lior Levi, seit August 2026 Heimleiter am LSH, begrüßte die Altschüler, bevor Anne-Dora Sannwald, Vorständin des LSH-Bunds, die Verabschiedung von Anna Schütz einleitete. Sie hat den Bereich Fundraising und Alumninetzwerk verantwortet und das LSH über viele Jahre als geschätzte Mitarbeiterin begleitet und geprägt. Mit Gabriela Stapel wurde zugleich ihre Nachfolgerin vorgestellt. Veränderungen gehören zum Leben und manchmal fällt der Abschied schwer. Gleichzeitig öffnen sich neue Türen. Eines aber bleibt: Das Internat Solling lebt von Verbundenheit, Gemeinschaft und Zusammenhalt – Werte, die weit über einzelne Begegnungen hinausreichen und auch von den neuen Mitarbeitern weitergetragen werden.

Den Abschluss der Versammlung bildete eine Auktion zugunsten der Renovierung der Cafeteria. Sie lief zunächst vielversprechend an, verlor gegen Ende jedoch etwas an Schwung. Vielleicht lässt sich im kommenden Jahr wieder an den anfänglichen Erfolg anknüpfen.

Nach dem Abendessen, exzellent zubereitet von unseren Köchinnen und Köchen, ging es noch einmal in die Hohe Halle. Dort begeisterte der Kurs Darstellendes Spiel des Jahrgangs 13 unter der Leitung von Martin Kammer mit seiner Aufführung von „Hamlet“.

Und dann folgte, was zum Altschülertreffen einfach dazugehört: ein wunderschöner Abend mit Freunden, in diesem Jahr mit der sensationellen musikalischen Begleitung der Friedel Martiny Band. Dass die Musik auch am nächsten Morgen noch einmal eine so große Rolle spielen würde, ahnte vielleicht nicht jeder. Die Morgensprache am Sonntag wird jedenfalls vielen in bester Erinnerung bleiben. Die Band spielte mehrere Songs, die Gäste sangen mit und eine Gänsehaut jagte die nächste. Mit Sicherheit war das einer der großen Höhepunkte des diesjährigen Treffens.

Und weil Traditionen eben dazugehören, fand das Wochenende bei Hermann-Lietz-Gedächtnissuppe und Himbeerquark seinen vertrauten Ausklang.

Es ist jedes Jahr ein Kraftakt, ein solches Wochenende auf die Beine zu stellen. Doch nach all den Begegnungen, Gesprächen und besonderen Momenten ist jede Mühe es wert. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen am 2. und 3. Oktober 2027!

 

 


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