Workshop zum Markenkern des Internat Solling: Gemeinsam den Kern der Marke schärfen

Eine Gruppe von Männern und Frauen versammelt sich in einem Raum, liest die gelben Haftnotizen an einer schwarzen Tafel und diskutiert darüber. Einige unterhalten sich im Stehen, während andere zuschauen. Der Raum hat holzvertäfelte Wände, runde Tische mit Kaffeekannen und eine warme Beleuchtung.

Sechs Erwachsene sitzen im Halbkreis in einem mit Holz vertäfelten Raum. Ein Mann steht, lächelt und gestikuliert lebhaft. Die anderen, sowohl Männer als auch Frauen, sind aufmerksam bei der Sache und lächeln. An der Wand hinter ihnen sind gelbe Haftnotizen angebracht, was auf eine Gruppenaktivität oder einen Workshop hindeutet.

In einem hell beleuchteten Raum steht eine Gruppe von Menschen um einen Holztisch herum, der mit Haftnotizen, Papieren, Getränken und Blumen bedeckt ist, und unterhält sich. Im Hintergrund sind Pinnwände mit handschriftlichen Notizen zu sehen, was auf einen Workshop oder ein gemeinsames Treffen hindeutet.

Eine Gruppe von Menschen sitzt in einem Besprechungsraum um einen langen Holztisch herum und hört einem Redner zu, der neben zwei großen Papptafeln mit Notizen steht. Auf dem Tisch liegen Laptops, Getränke, Papiere und Stifte verstreut. Durch die großen Fenster fällt Sonnenlicht herein.

Am ersten Juliwochenende lud der Stiftungsrat zu einem Workshop ein, der sich der Weiterentwicklung des Markenkerns des Internat Solling widmete.

Neben den Mitgliedern des Stiftungsrates waren alle zentralen Interessengruppen vertreten: Schüler, Altschüler, Eltern, Mitarbeiter aus dem Marketing, Fundraising und der Schulsozialarbeit sowie der Vorstand. So war gewährleistet, dass die unterschiedlichen Perspektiven der Schulgemeinschaft in den gemeinsamen Arbeitsprozess eingebunden wurden.

Den Auftakt bildete ein Impulsvortrag von Maria Sibylla Kalverkämper, Branding-Expertin und Inhaberin der Agentur „Des Wahnsinns Fette Beute“. Als Mutter einer ehemaligen Stipendiatin des Internats verbindet sie zudem eine persönliche Beziehung zur Schule. In ihrem inspirierenden Vortrag zeigte sie auf, wie starke Marken entstehen: indem sie sich ihrer Haltung und ihrer Identität bewusst werden. Werte, Ziele, konsistente Botschaften, ein einheitliches visuelles Erscheinungsbild und eine emotionale Verbindung bilden die Grundlage einer glaubwürdigen Marke. Aspekte wie Haltung, Werteorientierung, Digitalstrategie, Bildsprache und Farbwelten verdeutlichten anschaulich, wie Markenidentität nach innen und außen wirkt. Der Vortrag bot zahlreiche Denkanstöße und bereitete die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die anschließende Workshoparbeit vor.

Der eigentliche Workshop am Sonntag wurde von Julian Barnett moderiert, der selbst Internatsschüler in Sankt Afra war und dort Vorsitzender der „Altafraner“ ist. Im Mittelpunkt stand die Frage, wofür das Internat künftig als Marke stehen soll. Nach einem Perspektivwechsel durch Zukunftsszenarien und Rollentausch arbeiteten die Teilnehmenden die Elemente des Markenkerns heraus.

Als Kernwerte wurden Ganzheitlichkeit, Verantwortung und Zukunftsfreude identifiziert. Das Kernversprechen wurde in klarer Orientierung, einem geschützten Raum für Persönlichkeitsentwicklung und einem guten Rüstzeug gesehen. Als wesentliches Alleinstellungsmerkmal kristallisierte sich die enge Verbindung von Leben und Lernen heraus – ein Charakteristikum, das das Internat seit jeher prägt und zugleich einen wichtigen Unterschied zu vielen anderen Bildungseinrichtungen darstellt.

Beim eigentlichen Markenkern wurde deutlich, dass der Prozess noch nicht abgeschlossen ist. Die gemeinsame Richtung ist jedoch klar erkennbar: Das Internat Solling versteht sich als ein Ort, an dem junge Menschen die Möglichkeit erhalten, zu einer besseren Version ihrer selbst zu werden und gemeinsam ihre Persönlichkeit ganzheitlich zu entwickeln. Gerade diese Verbindung aus anspruchsvoller akademischer Bildung, vielfältigen Sport- und Freizeitangeboten sowie dem Leben in einer starken Gemeinschaft soll künftig noch stärker gelebt werden.

Der Workshop wurde von allen Beteiligten als ausgesprochen wertvoll und bereichernd wahrgenommen. Zugleich wurde deutlich, dass die Entwicklung eines tragfähigen Markenkerns Zeit und einen klar strukturierten Prozess erfordert. In den kommenden Wochen wird deshalb eine kleinere Arbeitsgruppe die Ergebnisse weiter verdichten und konkretisieren. Einen wichtigen Gedanken gab Maria Sibylla Kalverkämper den Teilnehmenden dabei mit auf den Weg: Die Entwicklung einer starken Marke ist kein demokratischer Abstimmungsprozess. Sie braucht die Beteiligung vieler Perspektiven, am Ende jedoch den Mut zu klaren Entscheidungen und einer eindeutigen Positionierung.

Der Workshop markierte damit einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zu einer geschärften Identität des Internat Solling. Das Ziel ist noch nicht erreicht – doch der gemeinsame Weg dorthin hat begonnen.

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