Carl Windfuhr

Ein Mann mit kurzen braunen Haaren, Brille und heller Gesichtsbehaarung trägt eine marineblaue Anzugsjacke über einem weißen Hemd mit einem Einstecktuch. Er steht im Freien im Sonnenlicht des Internat Solling im malerischen Weserbergland. Der Hintergrund zeigt ein verschwommenes Gebäude und blauen Himmel.

Auch wenn ich in meinem Leben bereits sowohl beruflich, als auch privat einiges erreicht habe, strebe ich unentwegt danach, morgen noch ein wenig besser zu sein, als ich es gestern war. Ich weiß wirklich nicht, wann ich das letzte Mal Langeweile hatte.

Dies ist sicherlich meiner Bereitschaft geschuldet, lebenslang zu lernen. Das gilt für alle Lebensbereiche. Sei es das effiziente Nutzen meiner Arbeitswege für PepsiCo (wo ich als Commercial Director für die Getränke-Marken in Deutschland, Österreich und der Schweiz verantwortlich zeichne), indem ich mir per Audiodatei Neuerscheinungen aus Bereichen wie Mangement, Leadership und Psychologie vorlesen lasse oder sei es, dass ich als Genussmensch das Zubereiten von Fleisch perfektioniert habe und es immer noch besser machen möchte. Meiner Meinung nach ist Essen die genialste Erfindung der Welt – ein idealer Grund, um zusammen zu kommen und mit Freunden und Familie zu kommunizieren.

Die Freude am Lernen ist sicherlich meiner Zeit am Internat Solling geschuldet. Hier habe ich, der in Südostasien mit Englisch als Familiensprache aufgewachsen ist, dank intensiver Nachhilfe bei Herrn Meisieck und der individuellen Betreuung in den kleinen Klassen, binnen weniger Monate sehr gut Deutsch gelernt. Natürlich spreche ich mittlerweile intuitiv Deutsch, doch rattern noch heute währenddessen die Grammtikregeln in meinem Hinterkopf. Ich muss allerdings gestehen, noch immer auf Englisch zu zählen. Auch meine Sozialkompetenz, die mir in meiner beruflichen Laufbahn absolut geholfen hat, ist sicherlich hier am Internat gewachsen. Hier wurde ich auf einen Schlag aus der Komfortzone eines Einzelkindes gerissen und habe gelernt, wie es ist, 24/7 alles, von Schönem bis hin zu Streit, mit Gleichaltrigen zu teilen. Meine Leidenschaft für das Kochen hat ihre Wurzeln eher in der Not, da damals das Schulessen wirklich nicht nur super war. Ältere Kamkameraden haben uns gezeigt, wie Fertigspaghetti mithilfe von Kräutern der Provence, Tomatenmark und Frischkäse genießbar werden und der Sandwichmaker war ein beliebtes Instrument, um aus Toast und vom Abendbrottisch mitgenommenen Wurst und Käse eine schnelle Mahlzeit zu zaubern. Noch heute bereite ich gern Nudeln zu – allerdings unterscheiden sich die Zutaten mittlerweile maßgeblich!

Privat bin ich mit einer wunderbaren Frau und drei lebhaften, gesunden Töchtern gesegnet. Dies erfüllt mich mit großer Dankbarkeit. Nach ca. 22 Umzügen in meinem bisherigen Leben kann ich sagen: Heimat ist da, wo meine Familie ist.

Liebe, Essen und Arbeit – dies sind die drei Kernpunkte meines Lebens. An welchem Ort es stattfindet ist für mich nicht allzu wichtig.

im September 2019

Ein Mann in kurzen Hosen geht Hand in Hand mit zwei kleinen Kindern auf einem Holzsteg über das Meer. Die Wärme und Zweisamkeit wecken Erinnerungen an unbeschwerte Tage im Internat Solling im Weserbergland, wo das Sonnenlicht lange Schatten wirft.

Ein Mann in einer roten Schwimmweste steht mit einem Kind in einer gelben Weste auf einem Paddelbrett und paddelt über einen See in der Nähe des Internats Solling im Weserbergland. In der Nähe schwimmen gelbe Bojen, das Ufer ist bewaldet und der Himmel ist bewölkt — Eindruck am Internat Solling

Ein Mann im Anzug und mit roter Krawatte und eine Frau in einem dunklen Trägerkleid sitzen dicht beieinander und lächeln in die Kamera in einer sanft beleuchteten Innenumgebung im Internat Solling, mit unscharfen Menschen und Essensgegenständen im Hintergrund im Weserbergland.