Rafaela

Eine Frau mit langen braunen Haaren und einem Mantel mit Pelzkragen lächelt, während sie sich an einen moosbewachsenen Baumstamm lehnt. Der helle, unscharfe Hintergrund deutet Gebäude und Bäume an und erinnert an die einladende Außenatmosphäre des Weserberglands in der Nähe des Internats Solling — Eindruck am Internat Solling

Eines der besten Gefühle das Freunde einem geben, ist, dass es diesen Menschen gibt, der einen toll findet wie man ist und der akzeptiert wie man ist. Diese Menschen gilt es festzuhalten.

Meine Freunde wissen, dass ich bei aller übersprudelnder Lebensfreunde und Impulsivität auch sehr loyal und zuverlässig bin. Freunde sind gerade im Internat Solling zu einer Art zweiter Familie geworden. Daher sind sie mir sehr wichtig. Mit mir kann man genauso gut herumalbern, wie auch tiefe Gespräche führen. Unvergesslich eine Sommernacht, in der ich mit einer Freundin auf einem Tisch neben dem Institut lag und wir mit Blick auf den Sternenhimmel Musik gehört haben. In diesem Moment war der Rest der Welt vergessen. Mir ist es wichtig, dass sich die Menschen um mich herum wohl fühlen und so stelle ich mich auf andere ein, wenn diese zum Beispiel eher ruhiger sind oder einen anderen Humor haben. Zum Glück fällt es mir relativ leicht, mit fast jedem Menschen ein Gesprächsthema zu finden, um eine interessante Unterhaltung führen zu können.

Beruflich versuche ich den gleichen Weg zu gehen, wie mein Vater. Mich interessiert seine Arbeit sehr, da ich mir eine Tätigkeit wünsche, bei der ich möglichst viel mit Menschen zu tun habe. Das heißt für mich auch, meinen Berufsweg nicht in seinem Unternehmen zu beginnen, da ich etwas Eigenes aufbauen und ungern vorgegebenen Erwartungen gerecht werden will.

Es ist albern, an meinen damaligen Kleinmädchen-Plänen festzuhalten, aber ich fände es schön, mit Ende Zwanzig zu heiraten und noch vor meinem dreißigsten Lebensjahr Mutter zu werden. Dadurch hätte ich keinen allzu großen Altersabstand zu meinen Kindern.

Nun, nach dem Abitur werde ich zunächst ein einmonatiges Berufspraktikum ausüben. Danach möchte ich für ein Jahr nach Neuseeland fliegen, um meine Englischkenntnisse zu verbessern. Dort beabsichtige ich, nach dem „Work and Travel Konzept“ zu arbeiten und durch das Land zu reisen. Ich möchte Dinge tun, die ich sonst nie tun würde: Ungebunden Zeit und Raum vergessen und diese Reise dazu nutzen, herauszufinden, was mich ausmacht und auch zu lernen, selbstständiger zu werden. Meinen späteren Beruf werde ich noch so lange ausüben, dass dieses eine Jahr Pause keine vergeudete Zeit darstellt. Außerdem ist man nur einmal jung und diese Chance kommt nie wieder im Leben.

im Mai 2018

Eine Frau mit langen braunen Haaren, die einen grauen Pullover trägt, steht im Freien an einen Baum gelehnt. Sie lächelt freundlich in die Kamera. Hinter ihr ist das Gelände des Internat Solling im Weserbergland als verschwommene Backsteinbauten und grünes Gras zu sehen.

Eine junge Frau mit langen braunen Haaren und einem grauen Schal lächelt warm und stützt ihr Kinn auf ihre Hand. Sie liegt auf einer hölzernen Unterlage im Freien des Internat Solling im Weserbergland. Der unscharfe Hintergrund deutet Gebäude und Bäume an einem hellen Tag an.

Eine junge Frau mit langen Haaren lächelt warm, während sie auf der Seite liegt und sich auf ihren Ellbogen abstützt. Sie trägt einen kuscheligen Pullover und einen Schal. Der verschwommene Hintergrund deutet auf das Internat Solling im Weserbergland hin. Das Bild ist in schwarz-weiß gehalten.