Sofia

Eine Frau mit glattem blondem Haar, Sonnenbrille, hellgrauer Jacke, schwarzem Top und zerrissenen schwarzen Jeans sitzt auf einer weißen Bank im Internat Solling. Sie hält eine schwarze Handtasche in der Hand und schaut nach unten; neben ihr liegt ein rotes Weserbergland-Kissen.

Mir ist wichtig, dass jeder seine Meinung sagen kann, ohne dafür persönlich angegriffen zu werden. Zur „Toleranzpolizei“ werde ich allerdings, wenn Witze oder locker daher gesagte Sprüche homophoben oder rassistischen Hintergrund haben könnten. Da ich denke, dass in jedem Spaß ein Fünkchen Wahrheit steckt, fordere ich immer dazu auf, kritisch zu hinterfragen.

In den vergangenen zwei Jahren habe ich hart an mir und meiner Persönlichkeit gearbeitet. Dabei hat mir auch die enge Gemeinschaft am Internat Solling geholfen. Da wir ja 24/7 miteinander leben, können wir Diskussionen und Missstimmungen nicht ausweichen. Es ist sehr viel besser, das Gespräch zu suchen und alles miteinander zu klären. Ich habe überlegt, ob ich nicht in die Politik gehen sollte. Doch es kostet sicherlich sehr viel Kraft, die Welt retten zu wollen. Ich stelle es mir sehr anstrengend und frustrierend vor, immer wieder enttäuscht zu werden. Ehrlich gesagt würde ich daran vermutlich zerbrechen – es würde einfach zu viel Negativität in mein Leben bringen.

Ich entspanne beim Zeichnen. Dabei geht es mir gar nicht darum, sonderlich gut zu zeichnen (Ausnahmen sind natürlich Bilder für den Leistungskurs in Kunst, da zeichne ich ja für die Note). Für mich geht es vor allem darum, meine Gedanken auf Papier zu bringen und diese dabei verarbeiten zu können. Nach dem nun anstehenden Abitur möchte ich vier Wochen mit einer Freundin auf Reisen gehen, danach kann ich mir gut vorstellen, Psychologie zu studieren. Sowohl die menschliche Psyche, als auch das menschliche Verhalten faszinieren mich extrem. Ich möchte diese Bereiche gerne fachlich durchdringen, um verschiedene Blickwinkel besser zu verstehen und anderen Menschen dabei zu helfen, dies auch zu tun.

Wenn ich allzu sehr ins Grübeln gerate hilft mir oft mein ältester Bruder. Er bringt mich dazu, mich zu reflektieren und den Blickwinkel auf Situationen zu ändern. Nach einem Gespräch mit ihm geht es mir immer besser.

Da ich dazu neige, mich auf andere zu fokussieren und damit auch abhängig von ihnen werde, ist mein Ziel, mit mir selbst im Reinen und zufrieden zu sein. Mein allergrößter Wunsch ist, dass ich nie in der Entwicklung meines Charakters stehen bleibe. Ganz im Gegenteil: Ich möchte mich immer weiter entwickeln und möglichst viel von der Welt erfassen.

im Mai 2018


Internat Solling kennenlernen: Mehr Stimmen unter Ganz persönlich.

Eine Frau mit langen blonden Haaren steht an einem Sandstrand in der Nähe des Wassers, trägt ein schulterfreies schwarzes Kleid und hält eine graue Jacke. Das ruhige Meer und der bedeckte Himmel erinnern an die beschauliche Schönheit des Weserberglandes oder an das Internat Solling.

Eine Frau mit langen blonden Haaren sitzt im Internat Solling im Freien im Sonnenlicht, schaut nach unten und berührt ihren Kopf. Sie trägt eine hellgraue Jacke über einem schwarzen Oberteil und zerrissene Jeans. Auf ihrem Schoß ruht eine schwarze Tasche, um sie herum die Landschaft des Weserberglandes.