Sophie Oelfke

Eine Frau mit blondem Haar und schwarzer Steppjacke steht im Freien im Internat Solling und lächelt in die Kamera. Hinter ihr befindet sich dichtes grünes Laub, und in der linken unteren Ecke ist ein weißer Übertopf mit bunten Blumen zu sehen. Die Beleuchtung ist weich und gedämpft.

Mir tut es gut, einen Plan zu haben. Zu wissen, wann welche Bahn fährt, wie lange die Fahrt dauert, so dass ich rechtzeitig am richtigen Ort bin. Schon in der Schulzeit war das allererste, was ich nach den Ferien gemacht habe: Den Stundenplan schön abschreiben und dann danach meinen Sport und auch die Freizeitaktivitäten zu planen.

Derzeit mache ich eine Ausbildung zur Hotelkauffrau. Bis auf das teilweise sehr frühe Aufstehen fühle ich mich sehr wohl mit der Entscheidung. Ich mag es, anhand meines Dienstplanes einen Überblick zu haben und mein Privatleben noch besser planen zu können. Das beruhigt mich. Für die weitere Zukunft kann ich mir sehr gut vorstellen, im Anschluss an meine Ausbildung Hotelmanagement zu studieren. Ich möchte auf jeden Fall auch Auslandserfahrung sammeln!

Sport ist ein wichtiger Bestandteil meiner Freizeit, es tut mir gut und ich ärgere mich über mich selber, wenn ich Ausreden nachgebe, mir die mindestens 20 Minuten für eine Laufrunde nicht zu nehmen. Es tut mir gut, an der frischen Luft zu sein und ich mag die positive Erschöpfung, nachdem ich mich körperlich ausgepowert habe.

Meine Laufbahn als Internatsschülerin hat einen zweiten Anlauf gebraucht. Das erste Internat, auf dem ich war, habe ich weniger nach meinem Bauchgefühl ausgewählt (das sich für das Internat Solling ausgesprochen hatte), als denn danach, dass dort schon jemand war, den ich kannte. Doch war mir binnen kurzer Zeit klar, dass ich dort falsch war. Diese Zeit hatte etwas Gutes: Ich habe Nora kennen gelernt, die sich dort auch nicht wohl gefühlt hat und so haben wir uns zum Beginn des darauf folgenden Halbjahres in Holzminden wieder getroffen. Ich bin stolz darauf, es nach meinem unschönen ersten Versuch noch einmal mit dem Internatsleben versucht zu haben! Es war sehr richtig, hatte ich doch eine sehr schöne und intensive Zeit in Holzminden. Für mich war der tägliche Zeitrahmen perfekt. Auch habe ich in der Zeit am Internat Solling sehr viel Sport getrieben – so darf ich zum Beispiel mit Freude darauf zurück blicken, bei einem Spendenmarathon 31 Runden gelaufen zu sein! Ich habe aus der Zeit dort enge Freundschaften mit in mein weiteres Leben genommen, die mir wahnsinnig am Herzen liegen. Unser Altschülernetzwerk hat mir zum Beispiel die Aufregung vor meinem Bewerbungsgespräch im Hotel ein wenig nehmen können – eine andere LSHlerin arbeitete bereits dort und war gerne bereit, sich mit mir auf einen Kaffee zu treffen, um meine Fragen zu beantworten.

Meine Freunde sind mir sehr wichtig, sind sie doch für mich Familienmensch eine Erweiterung dieser. Oft bin ich diejenige, die zu Treffen anregt und dann dafür sorgt, dass sich alle miteinander wohl fühlen. Ich mag es, wenn es harmonisch ist und bin dann am aller glücklichsten, wenn ich meine Lieben um mich habe. Dann ertönt auch das, wofür ich bekannt bin – mein lautes, schallendes Lachen.

im Februar 2019

Eine Frau in grünem Mantel, schwarzem Rollkragenpullover, Jeansrock und schwarzer Strumpfhose steht auf einer Uferpromenade im Weserbergland. Sie lächelt, trägt eine Sonnenbrille auf dem Kopf und blickt zur Seite. Im Hintergrund sind kahle Bäume und ein ruhiger Fluss zu sehen — Eindruck am Internat Solling