Gemeinsam für Menschenrechte, Demokratie und zukunftsfähige Bildung!
Erklärung der Erfurter Fachtagung der UNESCO-Projektschulen vom 25. September 2026
Die UNESCO-Projektschulen stehen als Netzwerk von über 300 Schulen und Bildungseinrichtungen in ganz Deutschland für eine Bildungsarbeit für Demokratie, Frieden, Menschenrechte, kulturelle Vielfalt und nachhaltige Entwicklung. UNESCO-Projektschulen bringen den ganzheitlichen Ansatz der UNESCO für eine chancengerechte, hochwertige und inklusive Bildungsarbeit in die Praxis. Sie stärken Kinder und Jugendliche auf ihrem Weg in die Zukunft und ermöglichen Erfahrungen der Partizipation und Selbstwirksamkeit. Hierzu zählt die bewusste Stärkung aller Formen des Engagements von Schülerinnen und Schülern an UNESCO-Projektschulen, z.B. durch Klassenräte, Klimaparlamente, kommunale Kinder- und Jugendparlamente, SV-Arbeit und Youth Ambassadors.
Die UNESCO-Projektschulen stehen für eine Werteorientierung im Sinne der Ziele und Prinzipien der UNESCO. Damit ermöglichen sie allen Lehrkräften das mutige Eintreten für ein am Grundgesetz und den Menschenrechten orientiertes pädagogisches Handeln. Gerade in einer Zeit, die von Anfeindungen, Desinformation und Polarisierungen geprägt ist, wächst auch die Verunsicherung. Hiergegen wenden wir uns als lernendes und solidarisches Netzwerk, das Raum für Austausch, Debatte und Zusammenhalt bietet. Wir ergreifen Partei, wenn die Würde und Rechte der Menschen angegriffen werden.
Wir fordern dazu auf und ermutigen alle Lehrkräfte und schulischen Akteure, sich gerade jetzt gemeinsam für eine zukunftsfähige Bildungsarbeit zu engagieren und für die Grund-und Menschenrechte einzutreten. Die positive Gestaltung von Schule und Unterricht benötigt Kreativität und Ressourcen, Mut und Offenheit, Grundrechtsklarheit und Vertrauen. Aktuelle
Probleme und Herausforderungen benötigen differenzierte und reflektierte Formen der Bearbeitung. Unterricht endet nicht an den Mauern der Klassenräume der Schulen, sondern soll auch in fächerübergreifender Weise und gemeinsam mit einer Vielzahl außerschulischer Lernorte und Partner stattfinden. In einer zunehmend komplexeren Welt brauchen Lernende Orientierung und Vorbilder. Deshalb gilt es, unsere UNESCO-Ziele aktiv zu verfolgen und die Schulgemeinschaften im Sinne eines vernetzten und emotionssensiblen Lernens zu stärken.
Ansätze und Orte der kulturellen Bildung leisten wichtige Beiträge für eine zukunftsfähige und emotionssensible Bildung. Die Kraft der bildenden Künste, von Film, Musik, Tanz und Theater, von gelebten Traditionen und innovativen Praktiken sind für uns als UNESCO-Projektschulen essentiell, um Schulgemeinschaften zu verbinden und weit über die Schulen hinaus Strahlkraft entfalten zu können. Nicht zuletzt durch die vielen globalen Schulpartnerschaften des Netzwerks und den gemeinsamen Einsatz für die UNESCO-Projektschulen der Ukraine im Recreation-Projekt wissen wir ganz unmittelbar, wie wichtig Orte und Praktiken der Begegnung und gelebten Verbundenheit und Solidarität sind.
Gemeinsam stehen wir als Netzwerk der UNESCO-Projektschulen mit Schulen und Bildungseinrichtungen in allen Bundesländern zusammen für Grundrechtsklarheit, Werteorientierung und eine chancengerechte, hochwertige und inklusive Bildung. Im Zentrum der heute endenden Fachtagung 2026 der UNESCO-Projektschulen in Erfurt stand das Immaterielle Kulturerbe. Damit haben wir neue Impulse für die kulturelle Bildung und das historisch-politische Lernen in den UNESCO-Projektschulen gesetzt. Gemeinsam machen wir uns für Demokratie- und Menschenrechtsbildung, für Bildung für nachhaltige Entwicklung, kulturelle Vielfalt und Global Citizenship Education stark.
„Wir unterstützen die aktuelle Erklärung der UNESCO-Bundesfachtagung für UNESCO-Schulen vom September 2026 mit Inhalten und Engagement im Unterricht und im Internatsleben!“
Donata von Nerée, UNESCO-Koordinatorin im Internat Solling
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