Wie das Leben in der jetzigen Zeit so spielt….Letztendlich hat ein TikTok – Beitrag den Ausschlag dazu gegeben, mir das Internat Solling genauer anzuschauen. Daraufhin ging es blitzschnell, zwischen dem Kennenlernen von Gelände und ersten LSHlern und meinem Schulbeginn in Holzminden lagen gerade mal zwei Wochen.
Auch wenn für mich von klein auf feststand, dass ich mal auf ein Internat gehen würde (meine Mutter war Internatsschülerin), war dies SEHR kurzfristig für mich, die sich eigentlich gerne Gedankenzeit vor Entscheidungen nimmt und dementsprechend eher im semi-spontanen Bereich ist.
Obgleich es für mich als Einzelkind zunächst ungewohnt war, mir ein Zimmer zu teilen und generell im Internat quasi rund um die Uhr von Menschen umgeben zu sein, ist es mir leichtgefallen, mich einzugewöhnen. Dabei hat sicherlich geholfen, dass ich zunächst im Akazienhaus gelebt habe, wo es ja etwas ruhiger ist als in den anderen Häusern, in denen aufgrund ihrer zentraleren Lage auf dem Gelände mehr Gewusel herrscht.
Mittlerweile lebe ich im Unterhaus, stecke mitten im Abitur und träume mittels Pinterest davon, mir meine erste eigene Wohnung einzurichten. Da meine Wohnumgebung für mich einen Rückzugsort darstellt und mir Ästhetik sehr wichtig ist, wird sie eher weich-naturfarben-monochrom gehalten sein. Mein großer Traum ist, in München zu leben. Dort lebt mein Freund, Anker und Ruhepol, Damian. Auch wenn wir seit seinem Abitur hier am LSH die Fernbeziehung wirklich gut hinbekommen, freue ich mich sehr darauf, ihn spontan sehen zu können und auch räumlich näher zu wissen! Wir werden aber nicht sofort zusammenziehen. Ich möchte das Gefühl, allein zu leben und mich einzig und allein nach meinen Plänen und Strukturen richten zu können, unbedingt erleben! Auch wenn die Küche des Internates sich sehr lieb darum gekümmert hat, auf meine Lebensmittelunverträglichkeiten Rücksicht zu nehmen, wird es auch leichter für mich werden, zu den von mir bevorzugten Zeiten (10.00 und 17.00 Uhr, also völlig anders als hier im Internatsalltag!) und dann Dinge, nach denen mir gerade ist, zu essen.
Wenn ein von mir gefasster Plan nicht aufgeht, brauche ich kurz Bedenkzeit, um mich neu ausrichten zu können. Umso glücklicher bin ich, dass die Entscheidung für das Internat Solling diese nie gebraucht hat! Ich bin hier in vielerlei Hinsichten erwachsener geworden. Neben dem Übernehmen von Eigenverantwortung ist wohl das Wichtigste, dass ich gelernt habe, mich abzugrenzen. Auch wenn ich eine sehr rücksichtsvolle Person bin, für die das Wohlergehen anderer Vorrang hat, muss ich mich selbst stärker im Auge behalten. Das funktioniert zunehmend gut!
Es fühlt sich eigenartig an, dass hier am Internat bald der Abschied von meinem Leben als Schülerin ansteht. Aber ich weiß, dass die Verbundenheit bleibt und ich auch als Altschülerin immer ein Stück „Zuhause“ am LSH haben werde. Und ehrlich gesagt freue ich mich auch sehr auf den neuen Lebensabschnitt und darauf, mich darin einzurichten – im wahrsten Sinne der Worte!
Neben dem Dank an alle, die mir die Schulzeit hier so schön haben sein lassen, hier (mein Vater ist fleißiger „ganz persönlich“-Leser, Papi, nun auch ich hier!) auch ein großer Dank an meine Eltern, die mir das Ganze ermöglicht haben. Das haben wir drei richtig entschieden!
Im März 2026
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