Julian Oliver Thale (externer Schüler am LSH 2014 -2023 )

Ein Mann in einem hellen Blazer, Hemd und Hose steht nachts auf einer Holzterrasse und verkörpert die Leistungsstipendiatin Gerda Sens. Hinter ihm leuchten in der nächtlichen Landschaft entfernte Lichter vor dem dunklen Horizont.

Zwei Männer, darunter Gerda Sens, Leistungsstipendiatin am LSH 2023–2026, sitzen nebeneinander auf einem dunklen Ledersofa vor einer roten Wand mit Noppenmuster. Beide tragen helle Blazer und Hemden und lächeln, während der eine Mann seinen Arm um den anderen gelegt hat.

Wenn ich etwas mache, dann mache ich es auch richtig. Sonst hätte ich mir die Mühe ja sparen können!

Somit lege ich großen Wert darauf, eine für mich persönlich gute Lern-Life-Balance zu leben. An vielen Tagen gehe ich direkt nach dem Aufstehen zum Sport. Dieser produktive Tagesstart weckt mich persönlich deutlich besser als wiederholt „Snooze“ zu drücken oder mich im Internet-Rabbit Hole zu verlieren. Es gibt aber sicherlich ebenso viele Tage, die nach einem intensiven Abend mit Freunden eines langsameren Starts bedürfen.

Derzeit studiere ich „Econometrics and Operations Research“ im schönen Maastricht. Ich schätze es, dass Maastricht überschaubar ist und ich Freunde auf kurzen Wegen treffen kann. Als sehr geselliger Mensch koche ich nahezu täglich gemeinsam mit Freunden und führe dadurch das gelebte Miteinander, das wir alle vom LSH gewohnt waren, hier fort. Zumal derzeit viele LSHler in Maastricht sind und man immer wieder bekannten Gesichtern begegnet. Da wir uns in einer Art „gallischem Dorf“ bewegen, habe ich Niederländisch nicht über „Dankjewel“ hinaus gelernt, vervollständige aber dadurch, dass sämtliche Papers auf Englisch verfasst sind, kontinuierlich meine Englischkenntnisse. Da erfreulicherweise in Maastricht ein Auslandssemester Pflicht ist und ich meines in Dublin verleben konnte, fällt mir dies leicht. Im Anschluss an meinen anstehenden Bachelor möchte ich gerne für den Master die Universität wechseln. Da ich zum jetzigen Zeitpunkt 21 Jahre alt bin, kann und will ich noch nicht festlegen, in welchem Berufszweig ich mich später spezialisiere, denke aber durchaus in die Richtung einer Selbstständigkeit. Es macht mir weder etwas aus, viel zu arbeiten, noch mir viel abzuverlangen.

Da mir die aktive Pflege von Beziehungen sehr wichtig ist, nutze ich gerne Autofahrten zum Telefonieren mit Freunden und Familie. Nach wie vor sind wir alle eng miteinander verbunden, wobei uns sicherlich zugutekommt, dass wir Dank meiner Eltern, die uns immer ein Open House ermöglicht haben, viel Zeit miteinander verbracht haben. Dementsprechend kennen wir einander derart gut, dass tagtäglicher Kontakt nicht vonnöten ist, um in Verbindung zu bleiben. Zum Glück ist Maastricht auch nicht aus der Welt, so dass wir uns sehr regelmäßig sehen. Rückblickend kann ich sagen, dass es für mich persönlich perfekt war, externer Schüler des Internats Solling zu sein. Es hat mir ermöglicht, mich etwas freier im und auch außerhalb des Internats-Alltages zu bewegen.
Meines Erachtens ist Selbstbestimmung ein hohes Gut. Wichtiger sind mir nur meine Familie und meine Freunde. Die bleiben, unabhängig davon, wohin das weitere Leben mich tragen wird. Ich bin mir dessen bewusst, dass dies den größtmöglichen persönlichen Reichtum darstellt.

im Februar 2026

Ein Mann im Smoking mit Fliege, der einen Hut in der Hand hält und gestikuliert. Er hat eine Brille in die Tasche gesteckt und blickt zur Seite; sein Stil erinnert an Gerda Sens, eine Leistungsstipendiatin am LSH 2023–2026.